Warum es gut ist, den Zauber des Anfangs zu nutzen

Warum es gut ist, den Zauber des Anfangs zu nutzen

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Der Urlaub bzw. die Ferien sind vorüber. Die Älteren gehen wieder zur Arbeit und die Jüngeren in die Schule oder zum Studium. Dies ist Anlass genug, sich auf das Neue vorzubereiten, und zwar mit Körper, Geist und Seele. Denn jeder Neuanfang ist eine großartige Gelegenheit, ein neues Kapitel im Buch des eigenen Lebens zu schreiben. Jetzt zeigen sich für jeden Einzelnen besonders viele Möglichkeiten, in eine Richtung zu gehen, in die er will.

Wie wäre es also, sich den Beginn des neuen Lebensabschnitts bewusst zu machen? Wie wäre es, den Zauber des Anfangs zu nutzen?


„In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“
(Hermann Hesse)


Der Fluss des Lebens

Unser Leben ist wie ein Fluss. Alles bewegt sich ständig und alles verändert sich unablässig. So wie der Fluss kennt auch unser Leben keine Pause. Es geht immer weiter, manchmal langsamer und dann wieder schneller. Doch ein Anhalten, ein Festhalten gibt es nicht.
Doch viele Menschen akzeptieren diese Bewegung des Lebens nicht, wollen sie nicht wahrhaben. Sie tun so, als bräuchten sie ledigleich ein bestimmtes Ziel erreichen, um sich dann auszuruhen. Sie hoffen, dann würde alles so bleiben. … … … Doch das tut es nicht!
Hin und wieder ertappe auch ich mich dabei, dass ich so manche Situation im Leben anhalten möchte. Dann will ich am liebsten stehenbleiben und alles so lassen, wie es ist. Doch auch bei mir funktioniert das nicht.
Selbst wenn wir schlafen, geht das Leben weiter. Wir haben zwar die Augen geschlossen, doch in unseren Träumen und draußen um uns herum ist alles in Bewegung.

Aber bedeutet das jetzt, dass wir da gar nichts machen können!? Müssen wir uns den Veränderungen, den Bewegungen ergeben?

Nein, das brauchen wir nicht! Denn jeder von uns hat eine Wahl.

– Entweder machen wir nichts: wir gehen also nicht unseren Weg, wollen Neues weder hören, noch sehen und lassen auch nichts anderes an uns heran als das, was wir bereits kennen.
– Oder wir handeln: wir folgen unserem Herzen, gehen unseren eigenen Weg, sind offen für neue und andere Dinge, die wir noch nicht kennen und nutzen diese für uns.

Bei der ersten Möglichkeit üben wir also den Stillstand. Wir verhalten uns wie Erde, wir bleiben einfach an Ort und Stelle. Wir bewegen uns nicht und verändern uns auch nicht. Da muss schon irgendeine Naturgewalt auf uns einwirken, ehe wir etwas machen, ein ordentlicher Wind zum Beispiel. Ansonsten lassen wir einfach alles so, wie es ist. Wir sind damit zwar nicht wirklich zufrieden, das ist uns aber egal. Denn wer weiß schon, ob es nach der Veränderung wirklich besser ist!? … … … Nein, wie bewegen uns möglichst wenig.

Bei der zweiten Möglichkeit verhalten wir uns wie Wasser, das sich vom Fluss tragen lässt. Wir kennen lediglich das Ziel. Und das Flussbett ist unser Weg. Es ist gleich – gültig, was uns unterwegs begegnet, wir nehmen es an. Wir lernen neue Dinge kennen und erweitern unseren Horizont. Hin und wieder kommen wir an eine Kreuzung, an der wir uns unserem Herzen folgend für den weiteren Weg entscheiden. Und je weiter wir dem eigenen Weg folgen, desto vertrauensvoller sind wir. Wir spüren den Fluss, der uns trägt. Wir sind insgesamt zufrieden und glücklich, auch wenn hin und wieder eine Situation nicht einfach und manchmal auch echt schwierig ist. … … … Ja, wir fühlen uns angenommen, und zwar genau so, wie wir sind.

Also, wie sieht’s aus, willst auch Du Dich vom Fluss tragen lassen?

Dann darfst Du Dich fragen, ob Du bereit bist, für eine ständige Bewegung, ein ständiges Fortschreiten!?


Der Zauber

Erinnerst Du Dich an den Tag, als Du etwas von Dir sehnlichst Gewünschtes in den Händen gehalten hast?

Wie hast Du Dich dabei gefühlt?

Kannst Du Dich an die Freude erinnern, als Du Deinen ersten Roller, Dein erstes Fahrrad oder Dein erstes Auto oder Motorrad bekommen hast?

Halte dieses Gefühl noch ein wenig in Deiner Erinnerung und gehe nun mit den Gedanken zum ersten Tag in der Schule oder der Arbeit! Nimm die Arbeitsmaterialien in die Hand, die Du selbst ausgesucht hast! Denke an die lieben Klassenkameraden oder Arbeitskollegen, die Du lange nicht gesehen hast!

Na, wie fühlt sich das an?

Ganz genau genommen, ist doch jeder Anfang ein Neuanfang – ob in Schule, Studium, Arbeit oder Privatleben. Jeder neue Tag, jede Minute ist ein Geheimnis. Wir wissen nicht, wie es sein wird. Wir wissen nicht, ob es besser oder schlechter wird als es bisher war.

Aber wie gesagt, jeder von uns hat die Wahl, wie er den Anfang begrüßt. Jeder kann wählen, ob er das Ende des Urlaubs oder der Ferien betrauert, oder ob er mit Freude die Dinge begrüßt, die da kommen mögen.

Denn die Situation ist doch für uns alle die gleiche. Wir gehen wieder zur Schule oder zur Arbeit. Punkt!
Nur die Position, aus der wir diese Situation betrachten, die ist für jeden eine andere. Diese wählen wir, jeder für sich.

Also, sei mutig und nutze den Zauber des Anfangs! Spüre ihn und gehe Deinen Weg!
Wage das Neue und Ungewisse! Sei Du Deine Veränderung! Vertraue darauf, dass alles gut ist, so wie es ist!

Mir bringt es jedenfalls mehr Freude am und im Leben, wenn ich auch die nicht so tollen Tage erwartungsvoll begrüße. … … … Warum? … … … Ganz einfach! Es bringt mir mehr Freude und Spaß!

Begrüße auch Du jeden Anfang mit Freude im Herzen und beobachte, was mit Dir geschieht!

 

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