Warum Rückblick und Reflexion am Ende eines Lebensabschnitts wichtig sind

Warum Rückblick und Reflexion am Ende eines Lebensabschnitts wichtig sind

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Bei all der Hektik im heutigen Alltag ist es hin und wieder wichtig, stehenzubleiben und zurückzuschauen. Denn wir leben in einer Zeit, in der alles noch besser, größer und schneller sein muss.
Überall und von allen möglichen Menschen werden wir dazu aufgefordert, uns zu überlegen, wie wir noch erfolgreicher, noch besser und somit noch zufriedener werden können. Das leben wir dann auch Kindern und Jugendlichen vor, die es später nachmachen, weil sie es nur so von den Erwachsenen kennen. Und so geht es immer weiter und weiter …

Doch wohin führt uns das? … …

… … Es führt zu noch mehr Hektik und noch mehr Stress.

Diese Art zu denken führt außerdem dahin, dass wir glauben, dass das, das wir haben, nicht genug ist. Wir müssen uns also noch mehr anstrengen, damit wir unser Ziel erreichen.
Somit gibt es also jede Menge zu tun. Und es gibt noch viel mehr zu ändern.

Klar, insgesamt ist das auch richtig. Es gibt immer etwas zu tun. Es gibt immer etwas zu verändern. Und besser darf sowieso alles sein.

Doch jetzt … …

Jetzt ist Zeit, einfach mal stehenzubleiben.
Jetzt ist Zeit, zurückzuschauen und alles zu reflektieren.

Doch wozu ist ein Rückblick gut? Wir wollen doch schließlich vorwärts kommen?!

Reflektieren wir etwas, dann bedeutet dies, dass wir nachdenken, überlegen und all dem, das sich hinter uns befindet, einer prüfenden Betrachtung unterziehen. Ein Rückblick ermöglicht uns einen routinierten Blick nach „innen“ zu wenden und Bestehendes zu hinterfragen.
Reflexion führt uns dahin, eigenes und fremdes Verhalten sowie Situationen, Personen und Prozesse kritisch zu hinterfragen. Wir überprüfen damit, ob das Hinterfragte den bestehenden Erwartungen entspricht.

Manche betrachten die Zeit des Rückblicks und der Reflexion als unnötig. Denn schließlich warten bereits die nächsten Aufgaben auf ihre Erfüllung, oder die liegengebliebenen müssen endlich erledigt werden. Und, wie gesagt, in der heutigen Zeit bleibt ja eh kaum Zeit zum Nachdenken. …

In meinem bisherigen Leben haben sich jedenfalls zwei Phasen als essentiell erwiesen:
1. Planung
2. Reflexion

Ich denke also, dass Erfahrenes und Erreichtes zu reflektieren, genauso wichtig ist, wie zukünftige Ziele zu planen.

Viele Menschen investieren sehr viel Zeit für ihre Ziele, Träume und Planung.

Versteh mich bitte richtig: Ziele, Träume und Planung sind sehr wichtig für unser Leben.

Ich empfinde es aber eher als interessant, wie viele Menschen genau wissen, wo sie sich jetzt gerade befinden.
Denn manche scheinen regelrecht Angst davor zu haben, sich anzusehen, wie ihr Leben genau aussieht. Sie scheinen sich vor dem Bild zu fürchten, wie es um ihre Finanzen steht, was sie alles schon erreicht haben, welche Fehler sie eventuell gemacht haben und ob sie mit sich selbst insgesamt zufrieden sind.

Drehen wir uns hin und wieder um und blicken zurück, reflektieren Vergangenes und betrachten, wo genau wir jetzt gerade stehen, so kann dies sehr nützlich und kraftvoll sein.

Denn dadurch sehen wir z.B.:
– was gut und was nicht so gut gelaufen ist,
– ob wir das erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben,
– welche Dinge wir in Zukunft vermeiden (weil sie sich für uns als fehlerhaft herausgestellt haben),
– ob unsere Ziele noch aktuell sind,
– ob wir noch immer in die für uns richtige Richtung gehen und
– wie wir uns gerade fühlen

Also nimm Dir jetzt etwas Zeit, bewusst den vergangenen Lebensabschnitt zu reflektieren, bevor Du den neuen planst!

Geh in die Eigen-Verantwortung! Sei Du Deine Veränderung! Mach es anders und lebe den anderen Menschen vor, dass es sich neben Hektik und Stress auch ruhig und gelassen leben lässt!

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