Einfach mal Atmen

Einfach mal Atmen

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„Atmest Du noch?“

Diese Frage stelle ich oft, wenn ich merke, dass mein Gegenüber während einer Sitzung z.B. unruhig wird oder nicht mehr bei der Sache ist. Obwohl wir uns im selben Raum befinden, spüre ich, dass er mit seinen Gedanken woanders ist.
Diejenigen, die mich noch nicht so gut kennen, schauen mich dann sehr verdutzt an und antworten: „Natürlich atme ich noch.“ Darauf sage ich dann: „Überprüfe es mal bitte!“ Und darauf folgt wieder ein verdutzter Blick. … …

Natürlich atmen wir. Denn ohne Atmen könnten wir nicht leben. Doch gewöhnlich atmen wir ganz automatisch – atmen ein, und atmen aus. Doch wie gesagt, dies erfolgt eben automatisch und damit völlig unbewusst.
Das bewusste Atmen, also die Konzentration darauf, hilft uns im Hier und Jetzt anzukommen. Und da sich in unserem Atem unser seelisches und körperliches Befinden widerspiegelt, hilft es uns außerdem bei uns selbst anzukommen.


Ich lade Dich ein, Dich einmal bewusst auf Deine Atmung zu konzentrieren.
Fang mit einer Minute an. Später kannst Du die Dauer steigern. Also:

– Setz Dich bequem hin! Schließe die Augen oder blicke auf einen bestimmten Punkt!
– Nun konzentriere Dich auf Deinen Atem, ohne ihn zu beeinflussen! Vielleicht bemerkst Du, dass ein Atemzug länger und tiefer, ein anderer kürzer und oberflächlicher ist.
– Beginne, den Atemvorgang zu benennen, sage Dir also innerlich während des Einatmens „ein“ und während des Ausatmens „aus“!
– Folge dabei dem Rhythmus der Atmung, der ganz von selbst erfolgt! Sollte Dein Geist, wie so gern, auf Reisen gehen, hole ihn sanft aber bestimmt wieder zurück: Atme „ein“ – atme „aus“!
– Beobachte, wie sich die Atmung verändert! Ohne Dein aktives Einwirken wird sie ruhiger und entspannter.
– Beende die Übung mit ein paar bewusst tiefen Atemzügen!

Na, wie fühlst Du Dich?
Mit etwas Übung merkst Du schon bald, wie Dir diese Übung hilft, bei Dir selbst anzukommen – auch in stressigen Situationen.


Atmen ist die einfachste und schnellste Entspannungsübung.
Also frage Dich doch immer mal wieder: „Atme ich eigentlich noch?“

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